Kues: Bundewehr plant Reduzierung der Range-Flüge durch Nutzung von Wittstock

Nordhorn/Lingen.- Die Hardthöhe beabsichtigt die Reduzierung der Übungsflüge sowohl auf der Nordhorn Range wie auch in Siegenburg unter der Voraussetzung, daß der Übungsplatz in Wittstock in Betrieb genommen werden kann. Dies geht aus einem Papier hervor, in dem der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister der Verteidigung, Walter Kolbow, den Verteidigungsausschuß des Deutschen Bundestages über das weitere Vorgehen nach dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes (BVG) in Sachen Wittstock informiert.

In diesem Urteil hatte das BVG die Nutzung des Geländes durch die Bundeswehr wegen einer fehlenden Anhörung bis auf weiteres untersagt. Das Verteidigungsministerium (BMVg) setzt aber unbeirrt auf die Inbetriebnahme des Übungsplatzes bei Wittstock. Ziel sei es, so Kolbow, die Waffeneinsatzübungen auf den Plätzen Nordhorn und Siegenburg damit zu reduzieren und dadurch eine möglichst gleichmäßige Verteilung der mit den Luft/Bodeneinsatzverfahren verbundenen Belastungen zu erreichen. Dazu biete sich wegen der Weit-räumigkeit und des dünn besiedelten Umlandes das Gelände bei Wittstock besonders an. Das Gelände dort biete hochwertige Ausbildungsmöglichkeiten, wie sonst kein anderer Platz in Deutschland und nur wenige im Ausland. Die Nutzung von Wittstock sei deshalb „für die Herstellung und den Erhalt der notwendigen Einsatzbefähigung auch bei reduziertem Umfang der deutschen Luftwaffe für die deutschen und alliierten Luststreitkräfte von herausragender Bedeutung". Hinzu käme Wittstock auch als wichtiger Übungsraum für die Raketenabwehrkräfte.
Im Umkehrschluß, so der hiesige CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Hermann Kues, müsse man befürchten, daß der Bedarf zu Lasten von Nordhorn Range ginge, wenn Wittstock nicht komme. Denn in dem Bericht an den Verteidigungsausschuß heiße es unmiß-verständlich: „Ohne Rückgriff auf den Truppenübungsplatz (gemeint ist Wittstock) kann der Übungsstellungsbedarf für diese Kräfte nicht ausreichend gedeckt werden." Für ihn, Kues, sei es deshalb zunächst notwendig, die Belastungen gleichmäßig auf die vorhandenen Übungsplätze zu verteilen. Die Schließung bleibe natürlich das strategische Ziel. Man dürfe allerdings auch nicht so blauäugig sein, als sei das im Handstreich möglich. Ein Kuhhandel Standort Lingen gegen den Erhalt der Range komme für ihn jeden-falls nicht in Frage, so der CDU-Politiker.

Kues äußerte sich auch zu der beklagten „Funkstille" zwischen Landkreis und Kommunen auf der einen und der Bundeswehr auf der anderen Seite. In einem Brief an Kolbow forderte er diesen auf, zumindest den Standard der Zusammenarbeit mit den Briten zum Maßstab zu nehmen. Es könne nicht sein, daß dann, wenn Deutsche mit Deutschen redeten, die Verständigung auf einmal Schwierigkeiten mache.

"Die Schule der Zukunft braucht engagierte Lehrer"

Artikel der Grafschafter Nachrichten vom 22.05.2001

gn Hannover/Nordhorn. Die CDU-Landtagsfraktion hat in der vergangenen Woche im Rahmen eines parlamentarischen Abends die pädagogische Arbeit der Vechtetalschule in Nordhorn und ihrer Leiterin Hildegard Roosen gewürdigt. "Ohne engagierte Lehrkräfte kann die Schule der Zukunft nicht gelingen", sagte Fraktionschef Christian Wulff.

Sie müssen unter immer schwierigeren Rahmenbedingungen Bildungs- und Erziehungsarbeit für die ihnen anvertrauten Schülerinnen und Schüler leisten", so Wulff weiter.
Lehrkräfte könnten ihre Aufgabe nur bewältigen, wenn sich die Gesellschaft hinter sie stelle, die Arbeit der Erziehungsberufe positiv begleite und ihre Autorität stärke. Der Grafschafter Landtagsabgeordnete Friedrich Kethorn sagte, er freue sich, dass die pädagogische Arbeit "Integration durch Kooperation" der Vechtetalschule durch seine Fraktion gewürdigt worden sei.
Das besondere Konzept der Schule wird bestimmt durch zwei pädagogische Grundorientierungen: Durch die vielfältigen Kooperationsformen mit den Regelschulen der Grafschaft im Primar- und Sekundarbereich leistet die Vechtetalschule ihren Beitrag zur Weiterentwicklung des regionalen Integrationskonzepts in der Grafschaft. Dadurch wird ein gemeinsames Lernen von behinderten und nichtbehinderten Schülern unter einem Dach ermöglicht. Zum anderen hat die Schule Kooperationsverträge mit außerschulischen Einrichtungen, wie Vereinen, Kirchen, Kliniken und Betrieben geschlossen, um Beratung und Helferkonferenzen zu ermöglichen. Das Netzwerk trägt dem ganzheitlichen Bildungs- und Erziehungsansatz Rechnung und macht eine Integration nicht nur hinter den Schultüren, sondern auch in viele weitere Lebensbereiche möglich.
Neben der Vechtetalschule ehrte die CDU-Fraktion etwa 50 Lehrer der verschiedensten Schulformen aus allen Teilen Niedersachsens. Für Förderung der Internationalität, für die Teilnahme an Wettbewerben, für besondere pädagogische Konzepte, für die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft, für die Förderung des ökumenischen Gedankens, für schulische Projekte wie Theater-, Musik- und Sportgruppen und nicht zuletzt für ehrenamtliches Engagement in der Schule. "Viele Lehrkräfte in Niedersachsen leisten außergewöhnliche Arbeit zum Wohle der ihnen anvertrauten Schülerinnen und Schüler, ohne dass die Öffentlichkeit oder die Schulbehörden dies gebührend würdigen", meinte Wulff, "deshalb wollen wir allen Lehrern schlicht und einfach einmal ein Danke sagen." Die Lehrer erhielten als Geschenk einen Kristallwürfel mit einer dreidimensionalen Gruppe von Delphinen – die Tiere, die für ihre außergewöhnliche Intelligenz und ihr besonderes Sozialverhalten bekannt sind.

CDU: Kreuz nach Schüttorf benennen

Artikel der Grafschafter Nachrichten vom 19.05.2001

pez Schüttorf. Nach Auffassung der örtlichen CDU muss das in der Vechtestadt entstehende Autobahnkreuz den Namen "Schüttorfer Kreuz" erhalten. Dafür haben sich der Ortsverbandsvorstand der Christdemokraten sowie die beiden Ratsfraktionen in Stadt und Samtgemeinde einstimmig ausgesprochen.

Die drei Schüttorfer CDU-Gremien halten es für eine Selbstverständlichkeit, dass ein Autobahnkreuz nur nach der reinen geografischen Lage benannt werden kann. "Das Kreuz liegt definitiv in Schüttorf und nicht im Emsland. Alles andere würde für eine unnötige Verwirrung sorgen und für die Betroffenen eine Enttäuschung bedeuten", erteilen die Christdemokraten dem Vorschlag des emsländischen Oberkreisdirektors Hermann Bröring eine klare Absage, das Bauwerk "Ems-Vechte-Kreuz" zu nennen. Zur Begründung weisen sie auf die Orte Lotte und Kamen hin, wo die Autobahnkreuze auch nach den jeweiligen Kommunen benannt worden seien.
Die Bezeichnung "Schüttorfer Kreuz" sei auch aus moralischen Gründen angebracht. So seien die Bürger vor Ort von dem Bauwerk, von dem Verkehr sowie von Lärm und Abgasen unmittelbar betroffen. Außerdem hätten Stadt und Samtgemeinde in die Gewerbeflächen am geplanten Kreuz viel investiert, wäre ein solches Projekt ohne die Unterstützung der Vechtestadt nicht denkbar gewesen.
Die CDU habe sich immer für den Bau der A31 eingesetzt. Die Bezeichnung "Ems-Vechte-Kreuz" würde auch von vielen Bürgerinnen und Bürgern, Unternehmen, Organisationen und Verbänden nicht akzeptiert. Die Schüttorfer CDU hofft in dieser Sache "auf die volle Unterstützung des Landkreises und der politischen Entscheidungsträger.

Kues: Entscheidung gegen Range-Mitarbeiter nicht nachvollziehbar

Artikel der Grafschafter Nachrichten vom 12.05.2001

gn Nordhorn/Berlin. In Schreiben der Parlamentarischen Staatssekretäre Walter Kolbow aus dem Verteidigungsministerium und Karl Diller aus dem Bundesfinanzministerium an den hiesigen CDU-Bundestagsabgeordneten Dr. Hermann Kues wird bei den bisher bei der RAF beschäftigten 22 Mitarbeitern fehlende Eignung für eine Weiterbeschäftigung vermutet.

Die Betroffenen werden auf die Regelungen des "Tarifvertrages Soziale Sicherung" verwiesen, der für Fälle der Auflösung von Standorten der Alliierten gilt.
Die beiden Staatssekretäre antworteten auf Briefe des CDU-Politikers, in denen dieser sich für die Beschäftigten der Nordhorn-Range verwandt hatte. "Es ist nur schwer nachzuvollziehen", so Kues, "dass sich angeblich nicht einer der 22 Mitarbeiter als für die Übernahme geeignet erwiesen habe." Begründet werde die nicht erfolgte Übernahme mit militärischen Gründen, aber auch durch die Personalunterbringungsprobleme infolge der jüngsten Umstrukturierung der Bundeswehr.
Kues bedauerte die Entscheidung der zuständigen Bundeswehrstellen und bezeichnete diese als "Festungsmentalität". Es werde hier nicht auf die Erfahrungen eines eingespielten Teams zurückgegriffen, beklagt Kues, sondern man verstecke sich hinter Paragrafen. Diese garantierten den Betroffenen zwar unter anderem Überbrückungshilfen zu einer niedriger entlohnten anderweitigen Beschäftigung oder zu Leistungen des Arbeitsamtes, dies sei aber für die Entlassenen nur ein geringer Trost. Auch bemängelte der Christdemokrat, die Art und Weise wie mit den Leuten umgegangen worden sei. Bis kurz vor Toresschluss seien die Betroffenen im Unklaren gelassen worden, mehr noch, es sei so getan worden, als ob eine Übernahme möglich sei. Dies sei schlechter Stil im Umgang mit Menschen und letztlich unsozial.

Kommunen zahlen weniger für A31

Dadurch, daß die Region nicht mehr 135 Mio. DM wie zunächst vorgesehen, sondern nunmehr 105 Mio. DM für den vorzeitigen Lückenschluß der A 31 aufbringen muß, reduziert sich die Belastung für die Städte und Gemeinden im Landkreis in den kommenden fünf Jahren um rund 5,45 Mio. DM. Die Grafschafter Städte und Gemeinden zahlen jetzt noch 7 Mio. DM statt der zunächst vorgesehenen 12,5 Mio. DM.
Zurückzuführen ist dies auf den Antrag der CDU geführten Mehrheitsgruppe im Kreistag, die sich bei den Haushaltsberatungen mit Nachdruck dafür ausgesprochen hat, daß die finanziellen Entlastungen durch zusätzliche Bundes- und Landesmittel einseitig den Anteil der Städte und Gemeinde reduzieren und nicht den Kreishaushalt entlasten sollen.
Damit hat der Landkreis jährlich 2,5 Mio. DM aufzubringen. Die Städte und Gemeinde zahlen nicht den gleichen Betrag, wie zunächst vorgesehen, sondern jetzt einen Betrag von 1,4 Mio. DM.
Diese Entlastung stellt nach Ansicht der CDU-Kreistagsfraktion einen fairen Ausgleich zwischen dem Landkreis und den kreisangehörigen Städten und Gemeinden dar. Diese Entlastung um 44 % hat die CDU geführte Mehrheitsgruppe so auf den Weg gebracht, weil sie die Belange der Städte und Gemeinden bei dieser Entscheidung mit im Blick hatte. Diese Zahlen zeigen, das sich der Vorwurf, hier werde der Griff in die Gemeindekassen vollzogen, nicht bewahrheitet. Folgende Einsparungen treten jährlich ein:
Nordhorn 487.000,00 DM;
Bad Bentheim 116.214,00 DM;
Wietmarschen 75.600,00 DM;
Gemeinden der SG Emlichheim 102.163,00 DM;
Gemeinden der SG Uelsen 80.650,00 DM:
Gemeinden der SG Neuenhaus 114.300,00 DM;
Gemeinden der SG Schüttorf 123.260.00 DM

Energieeinsparmaßnahmen attraktiver machen

Artikel der Grafschafter Nachrichten vom 07-05-2001

da Neuenhaus / Lingen. Die Diskussion um eine Energiepolitik der Zukunft sollte sich nicht auf die Kernenergie beschränken. Dies forderte der energiepolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Kurt Dieter Grill, am Mittwoch in Lingen.

Grill sprach auf Einladung des CDU-Wirtschaftsrats, Sektion Mittelems, vor etwa 40 Besuchern im Haus des Handwerks. Die Fokussierung auf das Für und Wider eines Ausstiegs aus der Kernenergie sei ein zentraler Fehler der Politik, so Grill.
Angesichts der wachsenden Weltbevölkerung und des zunehmenden Wettbewerbs der Staaten um die fossilen Brennstoffe Erdöl, Erdgas und Kohle bezeichnete Grill die Energiepolitik als eine Herausforderung. Die Bedrohung durch die Erderwärmung werde das beherrschende Thema der kommenden Jahrzehnte. An der Politik der rot-grünen Bundesregierung kritisierte der CDU-Politiker aus dem Landkreis Lüchow-Dannenberg, dass ihr ein langfristiges Programm für die Lösung der globalen Energieprobleme fehle.
Zugleich forderte Grill auf kommunaler Ebene eine stärkere Kontrolle des Wohnungsbaus. "Die Baubehörden müssen stärker kontrollieren, ob Neubauten der Wärmeschutzverordnung entsprechen." Grill forderte in diesem Zusammenhang, Maßnahmen zur Energieeinsparung über Steuereinsparungen attraktiver zu machen. In den kommenden Jahren müssten bundesweit fünf Millionen alte Heizungen erneuert werden.
Außerdem, so Grill weiter, müsse es erlaubt sein, nach dem privaten Freizeitautoverkehr zu fragen, der inzwischen fast die Hälfte des gesamten Autoverkehrs in Deutschland ausmache. Als eine Kraftstoffquelle der Zukunft bezeichnete der CDU-Abgeordnete die Brennstoffzelle, und zwar sowohl mit Wasserstoff- als auch mit Erdgas-Befeuerung. Das Ziel sei eine Fortbewegung ohne Kohlendioxid-Austausch. "Der Treibstoff der Zukunft muss jetzt entwickelt werden."
Grill forderte darüber hinaus, bald über die Zukunft der Großkraftwerke nachzudenken. Um das Jahr 2010 fehlten durch die Stilllegung alter Kraftwerke 30000 Megawatt. "Bis dahin brauchen wir einen Energiemix, um die Großkraftwerke zu ersetzen", meinte Grill, der die Ansicht vertrat, dass die Kernenergie in dieser Diskussion wieder eine Rolle spielen wird. Ein klares Bekenntnis zur Kernenergie gab auch der Sprecher des CDU-Wirtschaftsrats, Hermann Haarhus ab. "Wir können uns den Atomausstieg nicht leisten", meinte Haarhus. Außerdem befürchtet Haarhus, dass durch den Ausstieg die Sicherheitsstandards in anderen Ländern sinken könnten.
Umwelttechnologien standen auch im Mittelpunkt eines Besuchs von Grill und Haarhus an der Spitze einer CDU-Delegation am Donnerstag bei der Neuenhauser Maschinenfabrik. Die Geschäftsführer des Anlagen- und Komponentenbauers, Bernd Voshaar und Fredric Young, zeigten dem Gast aus Berlin die Funktionsweise so genannter Twister. Die mechanischen Geräte trennen die organischen Bestandteile vom Hausmüll. Rund zehn Prozent vom Umsatz mit steigender Tendenz macht die Produktion von Anlagen für die Müllsortierung und -verarbeitung inzwischen bei dem Neuenhauser Unternehmen aus.
Weitere Anlagen, die von Neuenhaus aus in viele europäische Länder geliefert werden, sind Zerkleinerungsanlagen und Siebe für die Verarbeitung von Kompost und Grünabfällen. Bei Sieben hat das Unternehmen nach eigenen Angaben inzwischen 80 Prozent Marktanteil allein in Deutschland.

Kethorn: Fremdenverkehr in der Grafschaft nachhaltig ausbauen

von Friedrich Kethorn, CDU-Fraktionsvorsitzender

Der Tourismus in der Grafschaft soll und kann als Wirtschaftsfaktor und Einkommensalternative entwickelt werden. Die regionalen Potentiale sowohl eigenständig als auch kooperativ – und hier vor allem auch grenzüberschreitend – sind dafür vorhanden. Dies war das Resümee einer jüngst von der CDU-Kreistagsfraktion mit Fachleuten durchgeführten Werkstattgespräches.
Die Grafschaft bietet ideale Voraussetzungen, den Tourismus zu einem zusätzlichen wirtschaftlichen Standbein zu machen. Die Menschen sind gastfreundlich, die Landschaft abwechslungsreich und einladend, es gibt mit Bad Bentheim und Uelsen zwei attraktive Fremdenverkehrsorte und in der gesamten Grafschaft eine Reihe interessanter Einrichtungen und Angebote für Gäste(Museen, Tierpark, Kunstwegen-Route, Grafschafter Fietsentour usw.) Darauf läßt sich aufbauen.„Wir müssen der Grafschaft ein touristisches Profil geben, das zu ihr und zu ihrem Angebot paßt", unterstrich in dieser Veranstaltung die Geschäftsführerin des Fremdenverkehrsbandes Grafschaft Bentheim. Daher wird nun ein touristisches Leitbild erstellt, das im Juni verabschiedet und im Herbst der Öffentlichkeit vorgestellt wird. „Die Region muß mit den Stärken arbeiten, die sie hat", riet der Geschäftsführer des Kompetenzzentrums Tourismus Weser-Ems. Die Grafschaft muß sich mit einer Produktlinie profilieren, mit einem Kern von Angeboten in Bereichen, in denen man gut sei. Nicht nur vom Gast, sondern auch von der eigenen Bevölkerung müssten diese Schwerpunkte langfristig mitgetragen werden. Wenn es gelinge, eine breite Trägerschaft pro Tourismus im Kreis zu erzeugen, dann sei man auf der Gewinnerseite, erklärte er.
Der Tourismus ist für die Grafschaft eine Zukunftschance. Allein kann sie sich im internationalen Wettbewerb allerdings nicht behaupten. Sie muß eine Strategie der Allianzen mit anderen Regionen entwickeln, mit ebenbürtigen Partnern, vor allem auf der niederländischen Seite. Daher muß die Kooperation mit den Niederländern ein fester Bestandteil bei der Entwicklung des touristischen Leitbildes sein.Voraussetzung für eine nahchaltige Entwicklung des Fremdenverkehrs in der Grafschaft ist ein vielfältiges Angebot von entsprechenden Einrichtungen. Daher ist die CDU-Fraktion der Auffassung, Neubauten, Erweiterungen, Optimierungen und Modernisierungen von touristischen Infrastrukturmaßnahmen kreisseitig zu fördern.Zur Zeit. werden von Politik und Verwaltung Richtlinien für die Bewilligung von Fördermitteln erarbeitet.

Grafschafter CDU lehnt aktive Sterbehilfe wie in den Niederlanden ab

Nordhorn. Die Grafschafter CDU lehnt die aktive Sterbehilfe, wie sie in den Niederlanden nun gesetzlich legitimiert wurde, ab. Dies beschloß der CDU-Kreisvorstand in seiner jüngsten Sitzung gemeinsam mit dem Grafschafter Bundestagsabgeordneten Dr. Hermann Kues. Der CDU-Kreisvorsitzende Friedrich Kethorn bezeichnete das niederländische Modell als „falschen Weg und alarmierendes Signal".
Schwerstkranken und alten Menschen die Entscheidung aufzubürden, sich vorzeitig töten zu lassen, habe nichts mit menschenwürdigem Sterben zu tun. Vielmehr müßten nach Ansicht der Grafschafter CDU in einer humanen Gesellschaft alle zur Verfügung stehenden Mittel eingesetzt werden, die Menschen in ihrem Sterben zu begleiten. Dazu gehörten insbesondere schmerzmindernde Mittel und eine Unterstützung der Hospizbewegung, um Möglichkeiten zu schaffen, damit Angehörige und Freunde bei dem Sterbenden sein können.
Die Tötung von schwerstkranken und alten Menschen – und aktive Sterbehilfe ist nicht anderes – sei aus christlicher Sicht nicht hinnehmbar. Jeder Mensch habe eine unveräußerliche Würde und nur Gott sei der Herr über Leben und Tod, nicht der Mensch, so der CDU-Kreisvorstand in seiner Stellungnahme.
Der Bundestagsabgeordnete Dr. Hermann Kues warnte vor den Mißbrauchsmöglichkeiten der akitven Sterbehilfe. Es sei zu befürchten, daß sich der Kommerz der neuen Gesetzeslage in den Niederlanden bemächtige und es ähnlich wie bei der Abtreibung zu spezialisierten Kliniken kommen wird. Auch wird sich die Frage stellen, warum für einen Deutschen nicht das in den Niederlanden erlaubt sein soll, was einem Niederländer dort gestattet ist.
Vor dem Hintergrund dieser aktuellen Diskussion sieht die Grafschafter CDU die Notwendigkeit, auf Bundes- und Landesebene über die Werte in unserer Gesellschaft zu diskutieren. Die Grafschafter CDU wird sich durch eigene Veranstaltungen in den nächsten Monaten an dieser Diskussion beteiligen.

"Wittstock-Antrag purer Populismus"

Artikel der Grafschafter Nachrichten vom 25.04.2001

Von Rolf Masselink / Berlin. Als "puren Populismus" hat der CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Hermann Kues den Vorstoß von 65 Abgeordneten von SPD und Grünen im Bundestag zum Thema Schießplatz Wittstock zurückgewiesen.
Die Antragsteller wollen erreichen, dass das ehemalige "Bombodrom" Wittstock nicht von der Bundeswehr genutzt wird. Zugleich aber sollen "die Belastungen der Bevölkerung im Umfeld der Luft-/Boden-Schießplätze in Nordhorn und Siegenburg deutlich reduziert werden".
Kues hingegen vertritt die Auffassung, das der endgültige Verzicht der Bundeswehr auf Wittstock "voll zu Lasten von Nordhorn-Range gehen" würde. Wenn der Gesamt-Übungsbedarf der Luftwaffe nicht halbiert werde, so Kues, würde "die Belastung für die Range-Anrainer mit dem Verzicht auf Wittstock festgeschrieben".
Der CDU-Oppositionspolitiker fordert deshalb eine "gerechte Verteilung" der Übungseinsätze auf alle drei Standorte. Das heißt: Er ist für die Inbetriebnahme von Wittstock, um Nordhorn zu entlasten. "Immer nur das Blaue vom Himmel zu versprechen, so kann es nicht weitergehen", schreibt Kues in einer Pressemitteilung. Er verlangt von der SPD, noch vor der nächsten Bundestagswahl "Farbe zu bekennen".
Kues wirft den Antragsteller zudem vor, die Range-Anrainer zu "Lärmgeplagten zweiter Klasse" zu stempeln. Auch für sie müsse der "historische und moralische Anspruch" auf eine zivile Perspektive gelten, den die Antragsteller den Anwohnern von Wittstock als Entschädigung für jahrzehntelangen Lärmterror zubilligen wollen.

Kethorn hat „für die CDU viel erreicht"

Artikel der Grafschafter Nachrichten vom 23.04.2001

rm Nordhorn. Lob und Anerkennung für seine menschlichen Qualitäten und seine politischen Leistungen zollten Freunde und politische Weggefährten am Freitagabend dem CDU-Kreisvorsitzenden und Landtagsabgeordneten Friedrich Kethorn.
Mit einer großen Feier im Hotel Rammelkamp beging der Nordhorner an diesem Tag seinen 50. Geburtstag. Landrat Paul Ricken und der stellvertretende CDU-Fraktionssprecher im Kreistag, Reinhold Hilbers, lobten Kethorns Arbeit als einen „Glücksfall für die Grafschafter CDU". Kethorn habe viel für die Partei erreicht.Weit über 200 Familienangehörige, Freunde und Bekannte sowie politische Weggefährten füllten am Freitagabend den großen Saal des Hotels Rammelkamp, um mit Freidrich Kethorn seinen 50. Geburtstag zu feiern. Prominentester Gratulant war CDU-Landeschef Christian Wulff. Aber auch der Vorsitzende der EVP-Fraktion im Europaparlament , Dr. Hans-Gert Pöttering, der CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Hermann Kues und eine ganze Reihe von CDU-Landtagsabgeordneten sowie Vertreter der Kreis- und Ortsgruppierungen der CDU hatten sich in die lange Schlange der Gratulanten eingereiht. Ihnen allen wollte Friedrich Kethorn nach eigenem Bekunden mit dieser Feier Dank sagen für langjährige Freundschaft und Unterstützung.Als bescheiden, fleißig und überzeugend charakterisierte Landrat Paul Ricken den Jubilar. Kethorn habe, so Ricken, „zwar nicht die barocke Figur seines politischen Gegenspielers im Kreistag" (gemeint war der SPD-Sprecher Gerd Will), aber er verfolge seine politischen Ziele geschmeidig und hartnäckig. Und wenn es sein müsse, könne auch Kethorn schon mal „mit der Faust auf den Tisch hauen". Kethorns Stellvertreter in der CDU-Kreistagsfraktion, Reinhold Hilbers, beschrieb den Landwirt Kethorn als jemanden, der das politische Geschäft nicht „mit Ellenbogen" betreibe, sondern auf freundschaftlicher und partnerschaftlicher Ebene. Mit dieser Arbeitsweise habe Kethorn „beinahe alles erreicht" und für die Grafschafter CDU „Großes geleistet". Dass Friedrich Kethorn auch im Landesverband seiner Partei und in der CDU-Landtagsfraktion ein gewichtiges Wort mitredet, machten CDU-Landesvorsitzender Christian Wulff und der CDU-Landtagsabgeordnete Hans Heiner Ehlen deutlich. Kethorn zeichne sich in der Landtagsfraktion als „Universalgenie" aus, das sich in jedes aktuelle Thema hineinarbeiten könne. Sein Engagement für die Belange der Landwirtschaft, des Verbraucherschutzes und des Tierschutzes sei das Ergebnis seiner zutiefst christlichen Lebenseinstellung. Ehlen: „Das C in der CDU ist dir wichtig und das lebst du vor".

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