Straßenbau: CDU-Wirtschaftsexperte in Neugnadenfeld

Rund 4000 Kilometer Straßen gehören dem Land Niedersachsen. Rund die Hälfte dieser so genannten Landesstraßen befinden sich in einem schlechten bis sehr schlechten Zustand. Das die Landesstraße mit der Nummer 46, die Ringe mit Twist verbindet, zu jenen mit dem höchsten Sanierungsbedarf gehört, davon hat sich vor einigen Tagen der Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses im Landtag , Hermann Eppers, vor Ort einen Eindruck verschafft. „Als ich noch in der Jungen Union war, haben wir Blumen in die Schlaglöcher gepflanzt, um die damalige SPD-Regierung zum Handeln aufzufordern. Das können wir jetzt natürlich nicht mehr machen“, sagte der 37-Jährige, der auf Einladung seines CDU-Landtagskollegen Reinhold Hilbers nach Neugnadenfeld gekommen war.
Hoffnung auf eine baldige Sanierung der maroden Straße machte Eppers seinen Parteifreunden aus der Samtgemeinde Emlichheim nicht. Eppers verwies vielmehr darauf, dass die CDU/FDP-Landesregierung die Fördermittel des Bundes, die das Land nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz(GVFG) erhält und an die Kommunen weitergibt, ab dem kommenden Jahr nach einem neuen Schlüssel vergeben will.
Bislang waren die derzeit 121 Millionen Euro jeweils zur Hälfte in den kommunalen Straßenbau und den öffentlichen Personennahverkehr geflossen. Ab dem kommenden Jahr will das Land mit 60 Prozent der Mittel den Straßenbau bezuschussen. In Bayern liege die Quote sogar bei 80:20 zugunsten des Straßenbaus, sagte Eppers. Mit GVFG-Mitteln werden Gemeinde- und Kreisstraßen bis zu einer maximalen Höhe von 75 Prozent bezuschusst.

Reinhold Hilbers: Jugendarbeitslosigkeit aktiv bekämpfen

"Das Schicksal jedes einzelnen Jugendlichen ohne Job muss uns Verpflichtung sein“, sagte der CDU-Landtagsabgeordnete Reinhold Hilbers. Er wolle sich deshalb in den nächsten Wochen besonders dem Kampf gegen die erschreckend hohe Jugendarbeitslosigkeit widmen. Die Politik müsse sich dabei mehr um den Einzelnen kümmern.

Aus diesem Grund besuchte Reinhold Hilbers jüngst die Jugendwerkstatt in Emlichheim, in der Jugendliche qualifiziert und auf den Arbeits- und Lehrstellenmarkt hin geschult werden. Hilbers machte sich vor Ort ein Bild von der Arbeit der Jugendwerkstatt und traf dort mit dem zuständigen Fachbereichsleiter des Landkreises, Herr Glüpker und den Vertretern der Jugendwerkstatt zusammen.
Die Jugendwerkstatt wird durch das Arbeitsamt Nordhorn, das niedersächsische Landesjugendamt und den Landkreis Grafschaft Bentheim finanziert.

Frau Maria Boulahilb stellte die Projekte zusammen mit dem Geschäftsführer Horst Kammel vor. In zwei Berufsbereichen, in einer Holzwerkstatt und in dem Bereich Hauswirtschaft werden z. Z. insgesamt 15 Teilnehmer sowohl fachspezifisch als auch in allgemeinbildenden Fächern weiterqualifiziert. Ziel der Maßnahme ist es, hier jungen Menschen unter 25 Jahren, die bisher keine Berufsausbildung haben, die Möglichkeit zu eröffnen, sich adäquat auf eine Ausbildung oder den Einstieg ins Berufsleben vorzubereiten. Eine sozialpädagogische Begleitung ist hierbei für die Gesamtdauer des Projektes notwendig und auch vorgesehen. Das Projekt wird von der Dipl. Sozialarbeiterin Maria Boulahlib geleitet. Berufspraktischer Anleiter für die Holzwerkstatt ist Ralph Herrmann, berufspraktische Anleiterin für die Sozialen Dienste ist Herta Koops.

Die Beteiligten sind sich einig, dass dieses Angebot für die angesprochene Personengruppe wichtig ist und im Rahmen der Reform der Bundesanstalt für Arbeit dringend erhalten bleiben muss.

Der CDU-Abgeordnete appelliert weiter an die Unternehmen, Ausbildungsplätze bereit zu stellen. Wer nicht ausbilde, säge selbst am Ast auf dem er sitze, so Hilbers. Eine Ausbildungsabgabe für die Unternehmen, wie von der SPD diskutiert, lehnt er ab. „Abgaben führen uns nicht weiter, was wir brauchen sind Ausbildungsplätze.“
Reinhold Hilbers macht auch Schulen das Angebot, die Abschlussklassen der Haupt-, Real- und Berufsschulen zu besuchen um mit den Schülern zu sprechen und sich ein Bild über die Verhältnisse vor Ort zu machen.

„Die Lage auf dem Arbeitsmarkt ist sehr ernst. Da gibt es nichts mehr zu beschönigen. Dennoch wollen wir Jugendlichen Hoffnung machen“, so der CDU-Abgeordnete weiter. Persönliche Beratung und individuelle Information erhöhten dabei die Chancen, einen geeigneten Arbeitsplatz oder zumindest eine angemessene Umschulung zu erhalten.

Reinhold Hilbers sieht seine Bemühungen im Zusammenhang mit einer Aktion im Rahmen eines ressortübergreifenden Aktionsplans zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit der CDU-Fraktion im Niedersächsischen Landtag. Zu dem Neun-Punkte-Programm gehören u. a. der Aufbau lokaler Netzwerke, die Übernahme von Patenschaften für arbeitslose Jugendliche durch Betriebe oder Einzelpersonen sowie Besuche bei Betrieben, Jugendeinrichtungen, Vereinen und Schulen.

Streichung der Regionalfördermittel ab 2004 ist für die Grafschaft Bentheim ein Tiefschlag

Der Kabinettsbeschluss der Bundesregierung, die Regionalfördermittel in den alten Bundesländern ab 2004 zu streichen, sei ein Tiefschlag für den Wirtschaftsstandort Grafschaft Bentheim, so die beiden CDU-Landtagsabgeordneten Reinhold Hilbers und Friedrich Kethorn.

Die Grafschaft habe in den vergangenen Jahren von diesen Regionalisierungsmitteln im erheblichen Umfang profitiert. Eine Vielzahl von Förderungen einzelbetrieblicher sowie infrastruktureller Vorhaben konnte auf dieser Basis realisiert werden. Allein im Zeitraum 1993 – 2002 sind rund 18 Millionen Euro GA- und EFRE-Mittel zur Stützung investiver Unternehmensmaßnahmen in die Grafschaft geflossen, die ein Investitionsvolumen von 154 Millionen Euro ausgelöst haben. Mehr als 1.800 Arbeitsplätze seien dadurch in der Grafschaft zusätzlich geschaffen worden. Im Bereich der Infrastrukturförderung sind im Zeitraum 1989 – 2002 4,4 Millionen Euro GA-Mittel sowie weitere 3,6 Millionen Euro EU-Strukturfondmittel akquiriert worden, die einen entscheidenden Beitrag zur guten Gewerbeflächensituation in der Grafschaft geleistet hätten.

„Insbesondere vor dem Hintergrund, dass auf niederländischer Seite weiterhin die Strukturförderung bestehen bleibt, gerät die Grafschaft ins Hintertreffen und es entsteht eine unterschiedliche wirtschaftliche Entwicklung mit nachhaltigen negativen Folgen“, befürchten die beiden CDU-Abgeordneten. Bereits in der laufenden Förderung sei die Grafschaft benachteiligt, da sie nicht mehr Ziel 2 Gebiet sei, wie die benachbarten niederländischen Provinzen. Daher sei es insbesondere für die Grafschaft ein Tiefschlag und im stärker werdenden Wettbewerb der Regionen ein krasser Nachteil.

Aufgrund der ohnehin katastrophalen Haushaltslage könnte das Land den Verlust von Bundesmitteln aus dem eigenen Etat nicht auffangen, so Reinhold Hilbers. "Die strukturschwachen Regionen in den alten Bundesländern zu vernachlässigen und nur auf die Beseitigung von Strukturschwächen in den neuen Ländern zu setzen, ist nach meiner Auffassung ein Irrweg der Bundespolitik, bei dem man nicht zu Ende gedacht hat", ergänzte Friedrich Kethorn. Er habe auch kein Verständnis dafür, den Bundesanteil der Gemeinschaftsaufgabe drei Jahre vor der Neustrukturierung der EU-Strukturfonds zu streichen. Ab Ende 2007 werde es ohnehin einen schwierigen Prozess für die alten Bundesländer im Hinblick auf die EU-Förderung geben. "Deshalb ist es für die Unternehmen und die Arbeitsplätze hochgradig kontraproduktiv, gerade jetzt diesen Anteil zu kappen. Für die Zeit bis Ende 2006 müssten im Gegenteil alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden, um die regionale Wirtschaftsstruktur zu verbessern.

CDU-Abgeordnete: Kormoranverordnung so schnell wie möglich umsetzen

„Zur Abwehr von Schäden in der Fischerei muss die Kormoranverordnung in Niedersachsen baldmöglichst umgesetzt werden“, so die beiden CDU-Landtagsabgeordneten Reinhold Hilbers und Friedrich Kethorn in einem Schreiben an die Angelsport- und Sportfischereivereine in ihren beiden Wahlkreisen. Ein Verordnungsentwurf der Landesregierung, der sich zurzeit in der Verbände-Anhörung befindet, sieht vor, dass nach dem Ende der Brutzeit, vom 16. August bis zum 31. März, auf allen Binnengewässern mit Fischereirecht eine Bejagung der Tiere möglich ist.
Nachdem der Kormoran vor einigen Jahren noch auf der Roten Liste der gefährdeten Arten gestanden hat, sei der Bestand zwischenzeitlich derart angewachsen, dass die Tiere zu einer erheblichen wirtschaftlichen Belastung in der Fischerei geworden seien. Bisherige Maßnahmen zur Regulierung der ständig ansteigenden Kormoranzahlen seien ohne Erfolg geblieben.
CDU und FDP haben sich daher im Koalitionsvertrag auf eine Bestandsregulierung verständigt. Mit der im Entwurf vorliegenden Fassung einer Kormoranverordnung setzt das Niedersächsische Umweltministerium nunmehr einen vorläufigen Schlussstrich unter die seit 1997 andauernde Debatte.
Die beiden Abgeordneten begrüßten die Kormoranverordnung und halten sie für angemessen auch im Sinne des Tierschutzes, da Naturschutzgebiete und Nationalparke ausgenommen sind und die Bejagung nur in engen Grenzen gestattet werde. Es müsse aber darauf geachtet werden, dass der Bund im Rahmen der beabsichtigten Novellierung des Jagdgesetzes die erreichten Fortschritte nicht wieder zunichte mache.

CDU-Abgeordnete: Durch sinnvolle Reformen die Zukunft des deutschen Handwerks sichern

Hannover. Scharfe Kritik üben die beiden CDU-Landtagsabgeordneten Friedrich Kethorn und Reinhold Hilbers an den Plänen der rot-grünen Bundesregierung zur Novellierung der Handwerksordnung. Der Vorschlag der Bundesregierung zerstöre die Grundlage eines vorbildlich funktionierenden dualen Ausbildungssystems und führe zu mehr Verunsicherung und der Gefahr eines weiteren Abbaus solider Ausbildungs- und Arbeitsplätze. Daher haben die beiden Landtagsfraktionen von CDU und FDP einen gemeinsamen Entschließungsantrag in den Landtag eingebracht, in dem die Landesregierung aufgefordert wird, die von der Bundesregierung geplante Reform der Handwerksordnung in der derzeitigen Form abzulehnen.

Ziel einer notwendigen Reform der Handwerksordnung müsse es sein, die Ausbildungsbereitschaft sicherzustellen und die Beschäftigung zu sichern und auszubauen, so Friedrich Kethorn. Weiterhin müsse bei Unternehmensgründungen eine größere Flexibilität ermöglicht und Bürokratie abgebaut werden, ergänzte Reinhold Hilbers.

Wichtigster Grundsatz bei der Reform müsse aber der Erhalt des Meisterbriefes sein. Er habe sich in der Vergangenheit als personenbezogenes Qualitätssiegel bewährt. Jedoch sei es geboten, eine Anpassung der Handwerksordnung im Hinblick auf die Voraussetzungen zur Betriebsgründung oder Betriebsübernahme vorzunehmen. Daneben müssten auch die Anforderungskriterien in der Meisterprüfung auch auf Gesellen mit langjähriger Berufserfahrung zugeschnitten werden, indem die in der Praxis erworbenen Fähigkeiten angerechnet würden.

Eine Betätigung der staatlichen subventionierten Ich-AGs im handwerklichen Bereich lehnen die beiden Abgeordneten grundsätzlich ab, weil daraus Wettbewerbsverzerrungen zu Lasten bestehender Betriebe resultierten und ein fairer Wettbewerb damit verhindert werde.

Die ersten 100 Tage: Versprochen und gehalten

Eine Bilanz der ersten 100 Tage seit der Amtsübernahme der Landesregierung im März 2003 hat jetzt die CDU Niedersachsen vorgelegt. Der CDU-Landtagsabgeordnete Reinhold Hilbers ist sehr erfreut, wie viele der vor der Landtagswahl am 02. Februar 2003 versprochenen Punkte schon angepackt und umgesetzt worden sind.
Die CDU Regierung ist die Regierung eines neuen Anfangs. Das spürt man auch im eigenen Wahlkreis, so Reinhold Hilbers.
"Der Höhepunkt der ersten 100 Tage ist sicherlich das Schulgesetz, das jetzt in der nächsten Landtagssitzung vollständig verabschiedet werden kann, nachdem wir die Änderungswünsche aus den Verbänden, der Eltern und der Politik eingearbeitet haben. Aber auch in vielen anderen Bereichen zeigen sich große Erfolge.
Das Polizeigesetz liegt vor und der Abbau von unnötiger Bürokratie geht voran. Über den Bundesrat wurden einschneidende und schwerwiegende Steuererhöhungen verhindert.

Mit dem Nachtragshaushalt 2003 verabschieden wir jetzt einen Haushalt, der trotz schwierigster Finanzlage unsere Versprechen umsetzt und gleichzeitig zur Wiedererlangung der Zukunftsfähigkeit einen wichtigen Beitrag leistet. So wurden 47,4 Mio. Euro durch den gezielten Abbau von Subventionen und Zuwendungen in allen Ressorts aufgebracht, um damit die 2500 zusätzlichen Lehrer und 250 Polizeianwärter zu bezahlen.
Die Schließung der Deckungslücke von über 600 Mio. Euro stellte einen beispiellosen Kraftakt dar, so der Haushälter Hilbers-

Bei allen Finanzproblemen die noch vor uns liegen bin ich mir sicher, dass wir auch die vor uns liegenden Hürden mit Zustimmung der Menschen in Niedersachsen meistern werden", betont Reinhold Hilbers zuversichtlich.

Die größte Hürde wird nach seiner Einschätzung der Landeshaushalt 2004 werden. "Die Zeit des Geldverteilens ist vorbei. Wenn wir jetzt nicht eisern sparen und den Haushalt sanieren, wird das Land auch für die wirklich Bedürftigen bald kein Geld mehr haben", ist sich der CDU-Politiker und Diplomkaufmann aus Lohne sicher.

Völliges Unverständnis zeigte Reinhold Hilbers für das "Geschrei der Sozialdemokraten" zu den Haushaltsplänen 2004.: "Wer 13 Jahre lang regiert hat und das Geld an vielen unsinnigen Stellen mit vollen Händen ausgegeben hat und die größte Finanzkrise nach dem Krieg zu verantworten hat, der sollte sich besser etwas mehr zurückhalten. Wer den Brand gelegt hat, der kann jetzt nicht so tun, als sei er der bessere Feuerwehrmann."

Die vollständige 100-Tage-Bilanz können Sie im Internet heruntenladen:
http://www.cdu-niedersachsen.de/index.htm?/hmsc/konzepte/weitere_themen/100-tage-bilanz.htm

Kethorn und Ehlen zu Gespräch bei Agarkommissar Fischler

Der niedersächsische Landwirtschaftsminister Hans-Heinrich Ehlen und der agrarpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion und Grafschafter Abgeordnete. Friedrich Kethorn nahmen jüngst an einem Agrarforum der unionsgeführten Bundesländern mit dem EU-Agrarkommissar Fischler in Brüssel teil. Das Forum behandelte die von der EU-Kommission vorgelegten Vorschläge zur Halbzeitbewertung der AGENDA 2000, die tiefgreifende Veränderungen in der Gemeinsamen Agrarpolitik vorsieht.
Diese Veränderungen haben Auswirkungen auf die Grafschafter Landwirtschaft. Im Zentrum der Reform steht die Entkoppelung der bislang gezahlten EU-Prämien von der Produktion – soll nach den Vorschlägen von Fischler nicht mehr an die Fläche oder an das Tier gebunden sein. Die Landwirte sollen künftig eine Betriebsprämie auf Grundlage der zwischen den Jahren 2000 bis 2002 gezahlten Prämie erhalten. Die Union lehnt dieses Modell ab, da damit noch mehr Bürokratie und Behinderung der Betriebsentwicklung vorprogrammiert sind.

"Wir sind uns mit der EU-Kommission einig, dass Direktzahlungen zum Erhalt der europäischen Landwirtschaft notwendig sind", erklärten die beiden Unionspolitiker gegenüber dem Agrarkommissar und unterstützten grundsätzlich den Vorschlag der Entkoppelung der Prämie. Das Beihilfesystem müsse aber zukunftsfähig ausgestaltet werden und den Interessen der niedersächsischen Landwirtschaft entsprechen. Ehlen und Kethorn präzisierten ihre Vorschläge mit einem alternativen Konzept. Richtschnur der Gemeinsamen Agrarpolitik müsse eine wettbewerbsfähige, multifunktionale Landwirtschaft sein, die nachhaltig und tiergerecht wirtschaftet und die integrierte Entwicklung der ländlichen Räume stärke. Sie bilde die Basis dafür, die Gemeinwohlleistungen der Landwirtschaft angemessen zu honorieren. Diesen Ansprüchen werde am ehesten gerecht mit einer einheitlichen Flächenprämie, die zwingend an die Bewirtschaft gebunden sein müsse.

"Eines der wichtigsten Erzeugnisse in unserer Region ist die Milch". Der Milchmarkt hat seine eigenen Probleme (die GN berichteten) und brauche eigene Lösungen. Daher forderten die beiden Politiker, die Milchquote bis 2015 fortzuführen, keine weiteren Quotenerhöhungen festzulegen, Interventionspreissenkeungen weitestgehend auszugleichen und die im Rahmen der AGENDA 2000 beschlossenen Quotenerhöhungen und Preissenkungen nur im Einklang mit der aktuellen Marktlage umzusetzen. "Nur wenn diese Forderungen umgesetzt werden, ist eine flächendeckende Bewirtschaftung des Gründlandes zu gewährleisten, denn schon heute stehen die Milcherzeuger mit dem Rücken zur Wand."

Friedrich Kethorn ging gegenüber Fischler auf die besondere Situation des Stärkekartoffelanbaues in der Grafschaft ein und forderte den Agrarkommissar auf, die Ausgleichszahlung für Stärkekartoffel nicht in die Entkoppelung einzubeziehen. Eine entkoppelte Prämie biete keinen Anreiz weiterhin Stärkekartoffel anzubauen. Für die Landwirte weniger ein Problem, aber für das stärkekartoffelverarbeitende Unternehmen Emslanstärke, da dann der Rohstoff fehle. Viele Arbeitsplätze – in Emlichheim über 550 – würden dann in dieser Region gefährdet sein. Alternative Modelle müssten entwickelt werden, die den Anbau sichern. In diesem Punkt signalisierte der Kommissar Unterstützung.

Wie die beiden Unionspolitiker abschließend mitteilten, gebe es mittlerweile breite Unterstützung fast aller Bundesländer für die Unionsvorschläge. Damit wird die deutsche Verhandlungsposition bei der nächsten EU-Agrarministerrunde am 11./12. Juni 2003 in Griechenland gestärkt, ihre Vorschläge auf europäischer Ebene zu verwirklichen.

Foto von links nach rechts: Prof. Dr. Hans-Peter Mayer, MdEP,
Friedrich Kethorn, agrarpol. Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Dr. Franz Fischler, EU-Agrarkommissar, Hans-Heinrich Ehlen, Nds.
Landwirtschaftsminister.

Friedrich Kethorn: "Auch die Kleinsten würdevoll bestatten"

Hannover / Nordhorn. Eltern von tot- und fehlgeborenen Kindern sollen künftig ausführlich durch das Krankenhauspersonal darüber informiert werden müssen, dass sie das Recht haben, ihre Kinder auf öffentlichen Friedhöfen bestatten zu lassen.

Das ist der Inhalt eines Entschließungsantrags, den die niedersächsische CDU-Landtagsfraktion in das Juni-Plenum des Niedersächsischen Landtages einbringen wird. "Eine solche Regelung war längst überfällig, wie wir aus Gesprächen mit betroffenen Eltern und Elterninitiativen erfahren haben", sagte der Grafschafter CDU-Landtagsabgeordnete Friedrich Kethorn.

Bislang konnten tot- und fehlgeborene Kinder erst ab einer Gewichtsgrenze von 500 g bestattet werden, und in vielen Fällen wurden die betroffenen Eltern über die Bestattungsmöglichkeiten gar nicht informiert. "Manche Eltern wurden vor die Tatsache gestellt, dass ihr Kind einfach zusammen mit dem Krankenhaus-Abfall weggeworfen worden war", so Kethorn weiter. Eine willkürliche Gewichtsbegrenzung für Kinderbestattungen sei ethisch nicht vertretbar und solle darum künftig nicht mehr gelten.

"Wir sorgen dafür, dass künftig alle Eltern, die ihr tot- oder fehlgeborenes Kind verlieren, ausführlich über die Möglichkeit der Bestattung aufgeklärt werden. Auch Friedhöfe müssen entsprechende Bestattungsstellen vorhalten. Das sind wir Eltern und Kindern einfach schuldig," so Kethorn abschließend.

Koers baut Vorsprung der CDU auf 5:1 aus

Artikel der Grafschafter Nachrichten vom 02.06.2003
von Manfred Münchow

Einen spannenden Wahlausgang erlebten die Uelser gestern abend. Nach Hoffen und Bangen gab es dennoch ein deutliches Ergebnis. Herbert Koers (CDU) ist mit 53,1 Prozent der Stimmen zum ersten hauptamtlichen Bürgermeister der Samtgemeinde Uelsen gewählt worden. Konkurrent Bernd Wever (SPD) musste sich mit 46,9 Prozent der Stimmen geschlagen geben.
Uelsen " "Das war ein Herzschlagergebnis". Herbert Koers ist die Erleichterung anzusehen, als endlich feststeht, dass er künftig auf dem Chefsessel im Rathaus der Samtgemeinde Uelsen sitzen wird. Zuvor sind die Christdemokraten im Hotel am Waldbad ganz schön ins Schwitzen gekommen. Hoffen und Bangen auch bei den Sozialdemokraten, die Auszählung der Stimmen und die Präsentation der Ergebnisse im Uelser Rathaus verfolgen. Allen ist klar: Der populäre Bernd Wever punktet vor allem in der Gemeinde Uelsen, Herbert Koers wird seine Stimmen in den anderen Mitgliedsgemeinde einfahren.
Um 18.14 Uhr wird im Rathaus das erste Ergebnis verkündet: In Halle I bekommt Koers 112 Stimmen, doch Wever landet bei 71. Zustimmendes Gemurmel bei der SPD. Denn der Vorsprung von Koers ist nicht so hoch wie erwartet. Doch um 18.27 Uhr der erste Dämpfer für die Sozialdemokraten. Wilsum geht mit 78,2 Prozent der Stimmen deutlich an Koers während hier nur 21,8 Prozent der Stimmen auf Wever entfallen. Deutlicher Beifall im Uelser Rathaus dann um 18.40 Uhr. Im Bezirk Uelsen I kommt Wever auf 70,3 Prozent der Stimmen, Koers nur auf 29,7 Prozent. Nur eine Minute später erneut ein anderes Bild. Itterbeck meldet 75,5 Prozent für Koers und 24,5 Prozent für Wever. Ein Wechselbad der Gefühle und ein endgültiges Ergebnis ist immer noch nicht sicher vorauszusagen. Jetzt kommt alles auf das Ergebnis in Uelsen II an. Und das läßt noch fast 20 Minuten auf sich warten.
Bevor das Ergebnis für Uelsen II gemeldet ist, sind im Hotel am Waldbad die christdemokratischen Wahlstrategen am Rechnen. Es wird nicht offen ausgesprochen, doch man spürt, dass einige den Wahlsieg noch nicht sehen. "Man weiß, es wird knapp", ist einige Male zu hören.
Großer Beifall bei der CDU dann um kurz vor 19 Uhr als das Endergebnis mitgeteilt wird: 53,1 Prozent für den eigenen Kandidaten und 46,9 Prozent für den Mitbewerber. "Eines steht fest, wir haben die Wahl gewonnen", ruft Herbert Koers seinen Parteifreunden zu. Es klingt ein bißchen so, als müsse er sich erst noch an den Gedanken gewöhnen. Doch Koers will das Ergebnis nicht für sich allein reklamieren: "Wir haben die Wahl als Partei und mit mir als ihr Kandidat gewonnen. Es ist ein Sieg von uns allen."
Glückwünsche von allen Seiten. Für den Grafschafter CDU-Vorsitzenden Friedrich Kethorn ist "der Wahlsieg umso höher zu bewerten", weil Koers "gegen den populären Bürgermeister der Gemeinde Uelsen" angetreten ist. Das Wahlkampfteam in Uelsen hat nach Ansicht von Kethorn "in acht Wochen unglaubliches geleistet." Doch getreu dem Motto "Nach der Wahl ist vor der Wahl" blickt der Grafschafter CDU-Vorsitzende bereits zur nächsten Bürgermeisterwahl. Mit Blick auf das Ergebnis in Uelsen sagt Kethorn: "Ich bin froh, dass es jetzt 5:1 steht." Gemeint ist damit, dass die CDU die hauptamtlichen Bürgermeister in Uelsen, Neuenhaus, Emlichheim, Wietmarschen und Bad Bentheim stellt, die SPD hat den Chefsessel im Nordhorner Rathaus inne. "Ich hoffe auf eine weitere Ergebnisverbesserung", ruft Kethorn unter dem Beifall seiner Parteifreunde. In den nächsten Jahren steht noch die Wahl eines hauptamtlichen Landrats für die Grafschaft Bentheim und die Wahl eines hauptamtlichen Bürgermeisters der Samtgemeinde Schüttorf an. Der CDU-Landtagsabgeordnete Reinhold Hilbers will es nach der Bekanntgabe des Uelser Ergebnisses vorher gewußt haben: "Als ich heute mittag Formel 1 gesehen habe, habe ich gesagt ‘die Roten gewinnen heute nicht’".
Für die CDU ist klar, dass sie auch dem unterlegenen Kandidaten der SPD zu seinem guten Wahlergebnis gratuliert. Als Herbert Koers mit seinem Troß im Rathaus auftaucht und Bernd Wever nicht mehr antrifft, geht er kurzentschlossen zur SPD-Zusammenkunft in der Gaststätte Bremann. Dort bescheinigen sich die beiden Kandidaten einen fairen Wahlkampf und bekunden den festen Willen zu einer guten Zusammenarbeit. Auch Wever sagt später "nach der Wahl ist vor der Wahl" und will sich auch weiterhin für die Samtgemeinde Uelsen stark machen.

Herbert Koers gewinnt Bürgermeisterwahl

Der CDU-Kandidat Herbert Koers hat am 1. Juni die Wahl zum Bürgermeister in der Samtgemeinde Uelsen mit 53 % gewonnen. Herzlichen Glückwunsch.