Oberschule kann im kommenden Schuljahr starten

Vor 100 Gäste, darunter viele Lehrer, Schulleiter, Eltern- und Schülervertreter stellte am vergangenem Freitag der für Bildung zuständige Fraktionsvize Karl-Heinz Klare (CDU) das neue Schulstrukturkonzept der Landesregierung vor. Ziel ist dabei jedem jungen Menschen eine Perspektive für eine gute Ausbildung zu bieten. Es gab viel Zuspruch zu dem neue Konzept.

Die neue Oberschule sein die Antwort auf rückläufige Schülerzahlen und verändeten Anwahlverhalten der Schulen durch die Eltern, sagte Karl-Heinz Klare zu der Notwendigkeit ind er Schulpolitik neue Wege zu gehen. Dieses neue Konzept liegt nun seit einigen Wochen vor und am vergangenem Freitag informierte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Karl-Heinz Klare über das Vorhaben. Das Ergebnis ist die Oberschule, die vorsieht, dass die Schulträger künftig Haupt- und Realschulen zu einer Oberschule zusammenfassen können. Aber auch das bewährte System aus Gymnasium, Real- und Hauptschule kann weiterhin fortgeführt werden. Grundsätzlich, so Klare können die Schulträger die Oberschulen mit oder ohne gymnasialen Zweig einrichten. Wird ein gymnasialer Zweig eingerichtet, so muss diese mindestens drei-zügig geführt werden.

Wie Klare darstellte können ab Januar bis ungefähr März nächsten Jahres Anträge gestellt werden von den Schulträgern, die ihre Schulen schon zum Schuljahr 2011/2012 im August nächsten Jahres umstellen wollen. Hilbers: Wir haben dafür 10 Mio. Euro im Landeshaushalt bereitgestellt. Am Geld wird die Umwandlung nicht scheitern.“
Die Oberschulen werden dann aufbauend ab Klasse 5 beginnen, so Klare. Die Oberschulen werden nur eingerichtet, wenn der Schulträger es wünscht. Der Schulträger muss die Zahlen, 79 Schüler über 10 Jahre je Jahrgang mit Gymnasialem Angebot und 52 Schüler über 10 Jahre je Jahrgang für Oberschulen ohne gymnasiales Angeobt, nachweisen. Die Landesschulbehörde werde dann die Genehmigung regeln.  Kleine Hauptschulen könnten auch als Außenstelle einer Oberschule eingerichtet werden.

In den Oberschulen, so Klare, wird jedoch jeder nach seinen Begabungen gefördert und gefordert. So wird in den Hauptfächern, Deutsch, Mathematik und den naturwissenschaftlichen Fächern differenziert unterrichtet. „Die Schulen können dazu A-, B- und C-Kurse einrichten oder alternativ über einen Grundkurs und einer erweiterten Grundkurs entscheiden.
„Die Oberschulen können ich über viele Vorteile freuen“, so der Landtagsabgeordnete aus dem Landkreis Diepholz. Die Oberschulen künftig mit einem Schulleiter, einem stellvertretendem Schulleiter sowie einem didaktischen Leiter und drei Fachbereichsleitern ausgestattet werden. Aber auch in der Frage nach den Klassengröße wird es bewegen geben. So werden in den Oberschulen künftig maximal 28 Schülerinnen und Schüler in einer Klasse unterrichtet.
In der anschließenden Diskussion diskutierten die Teilnehmer unter anderem auch den gymnasialen Zweig an einer Oberschule. Dabei wurde von den Schulvertretern der heimischen Gymnasien die Bedenken nach dem Fortbestand ihrer Schulen. Karl-Heinz Kare versicherte, dass man die Gymnasien in ihrem Bestand sichern wollen. Reinhold Hilbers betonte dabei, dass die örtliche Kommunalpolitik den Fortbestand und die Zukunftsfähigkeit er bestehenden Gymnasien auch sichern könne, weil ein gymnasiales Angebot immer mit dem Träger der Gymnasien " das heißt dem Landkreis abgestimmt sein müssen. Hilbers reagierte damit auf die Kritik des Philologenverbandes. „Wir haben nicht in die Gymnasien investiert, um sie nun kaputt zu machen“, so Hilbers.

Ein wichtiger Punkt in der Diskussion war auch das Ganztagsangebot. Schulträger und Schulen können beschließen, dass an den Oberschulen künftig das Modell der verpflichtenden Ganztagsschule möglich ist. So könnte dann an zwei Tage in der Woche ein verpflichtendes Ganztagsangebot geschaffen werden und an zwei weiteren Tagen ein offenes Ganztagsangebot gefahren werden. Die bereits bestehenden Ganztagsschulen können fortgeführt werden, so Klare und Hilbers.
Die Oberschule bietet viele Chancen für die Grafschafter Schullandschaft, die es jetzt zu nutzen gilt, so Hilbers abschließend. Dem Wunsch vieler Eltern nach mehr Durchlässigkeit und die Option auf einen höheren Bildungsabschluss so lange wie möglich offenzuhalten sei die CDU damit nachgekommen. Die Oberschule biete zudem, so Klare und Hilbers, eine wohnortnahe, qualitative und zukunftsfeste Schulform.
Fragen zur Oberschule können gern an info@reinhold-hilbers.de gerichtet werden oder per Anruf im Wahlkreisbüro unter 05921 991440 eingereicht werden.