Hilbers: "Es sind Persönlichkeiten wie Kind, die das Land nach vorne bringen"

Klartext vom Hannoveraner Unternehmer Martin Kind: „Unsere Jugend ist toll. Ich mag es nicht, wenn auf ihr herumgehackt wird.“ – Bei den 1. Bad Bentheimer Burggesprächen vom CDU-Kreisverband Grafschaft Bentheim und dem CDU-Ortsverband Bad Bentheim sprach Kind im Interview mit Dr. Michael Reitemeyer, Direktor des Ludwig Windthorst-Hauses, eine Vielzahl von Themen an. Das Plädoyer für die heutige Generation der Jugendlichen erntete viel Applaus, zumal er ausdrücklich auf Klara Groothus Bezug nahm, die die Veranstaltung in Begleitung von Bodo Wolf von der Musikakademie Obergrafschaft musikalisch einrahmte.

Kind und Dr. Reitemeyer legten in der guten Stunde, die sie in der Katharinenkirche der Burg Bentheim zur Verfügung hatten, einen Parforceritt durch die unterschiedlichsten Themenfelder hin. So behandelten sie nicht nur den berühmten FAZ-Fragebogen, den Marcel Proust sogar gleich zweimal ausgefüllt haben soll, sondern auch die Themen Unternehmensbesteuerung, Fachkräftemangel, die besonderen Stärken unserer Region und natürlich die aktuelle Tabellensituation bei Hannover 96, deren Präsident Kind ist. Beim Thema Generationenübergang verblieben sie vor dem Auditorium, in dem neben Vertretern der CDU auch zahlreiche interessierte Bürgerinnen und Bürger und Vertreter des Grafschafter Mittelstandes saßen, deutlich länger. Und hier gab es auch den ersten größeren interessierten Frageblock aus dem Publikum. Martin Kind beschrieb am Beispiel seiner Söhne Konflikte und Lösungen einer solchen Herausforderung.

Zuvor hatte der niedersächsische Finanzminister und Grafschafter Landtagsabgeordnete Reinhold Hilbers in seiner Begrüßung auf die Bedeutung der mittelständischen Wirtschaft als Rückgrat des Landkreises hingewiesen. Es seien Unternehmerpersönlichkeiten wie diese Mittelständler aber auch wie Martin Kind, die das Land nach vorne brächten. Das Schaffen von Arbeitsplätzen und die Verantwortung für deren Erhalt seien weder ein selbstverständliches, noch einfaches Unterfangen. Daran, dass die Diskussion unter der Überschrift „Unternehmerische und gesellschaftliche Verantwortung gehören zusammen“ stand, erinnerte in seiner Bilanz des Abends der Bad Bentheimer CDU-Vorsitzende Marcel Speker. Kind habe es in beeindruckender Weise geschafft, das Leitbild des „ehrbaren Kaufmanns“ glaubwürdig mit Leben zu füllen. Gemeinsam mit Hilbers überreichte er Kind und Dr. Reitemeyer ein Miniatur-Abbild des Herrgotts von Bentheim, vor dem – oder quasi in dessen Blickfeld – die Veranstaltung stattfand.