Grafschafter Integration gelingt

Dr. Günter Krings zu Gast bei der Grafschafter CDU im Austausch mit den Asylkreisen und Wohlfahrtsverbänden.

Dr. Günter Krings zu Gast bei der Grafschafter CDU im Austausch mit den Asylkreisen und Wohlfahrtsverbänden.

Zu einem Gedanken- und Informationsaustausch hatte die Grafschafter CDU am gestrigen Mittwoch ins Mehrgenerationenhaus des DRK in Nordhorn eingeladen. Vertreter der Wohlfahrtspflege und der Asylkreise folgten der Einladung der Christdemokraten, um über die Flüchtlingsarbeit, die Flüchtlingssituation und die Integration zu sprechen. Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesinnenministerium Dr. Günter Krings stellt sich den Fragen und betonte, dass die Bundesregierung alles daran setze, Parallelgesellschaften zu vermeiden und den Zustrom an Flüchtlingen drastisch zu senken. Die größte Herausforderung der Bundespolitik sieht Dr. Krings in der Integration in Arbeit. Klar Stellung bezog Krings auch zur Frage der Vollverschleierung, die er insbesondere im öffentlichen Raum ablehnt.

Landrat Friedrich Kethorn zeigte an Hand der Zahlen auf, dass in der Grafschaft Bentheim schon deutlich weniger Flüchtlinge ankommen als noch im letzten Jahr. Aktuell sind etwa 2.100 Flüchtlinge im Landkreis untergebracht. Die beispiellose Arbeit der Asylkreise habe dazu beigetragen, dass es in der Grafschaft wenig Probleme mit den Neubürgern gebe. Auf Initiative der Kreis-CDU hat der Kreistag ein Integrationszentrum eingerichtet, dass besonders bei dem Erlernen der Sprache, Anträgen und der Jobvermittlung behilflich ist.

Die CDU hatte aber vor allem eingeladen, um zuzuhören. Die Diskussion, die der stellvertretende Kreisvorsitzende Arne-Jan Helweg aus Emlichheim leitete, zeigte, dass vor allem die Integration im „Kleinen“ anfangen muss. Das fängt bei einfachen Dingen des täglichen Lebens an wie beispielsweise den Verkehrsregeln oder dem Umgang miteinander. Den Erwerb der deutschen Sprache halten alle Beteiligten für den wichtigsten Punkt. Der Landkreis hat zusätzliche Mittel bereit gestellt, dass Sprachkurse angeboten werden können.

„Wir arbeiten daran, dass die schon erfolgreiche Integration in unserer Gesellschaft gelingt“, betont Helweg, „Wichtig ist, dass wir gemeinsam mit Asylkreisen, Verwaltungen und Politik und nicht zuletzt mit den Asylbewerbern gemeinsam arbeiten, uns gut vernetzen und Probleme offen ansprechen“, so das Fazit des Christdemokraten.