Entscheidung zum Gymnasium in Bad Bentheim ist richtig

Die Entscheidung zur Bauvariante B beim Bentheimer Gymnasium ist nachvollziehbar und richtig und keinesfalls eine schlechte Lösung.  Manch eine Schule würde sich eine Investition von 970.000 Euro wünschen. Damit verteidigt die CDU/BfB-Kreistagsgruppe die Entscheidung vom Vortag aus dem Kreisausschuss.

Die Dinge sind in einem Zusammenhang zu sehen, sagte Fraktionsvorsitzender Reinhold Hilbers. Die Investition ins Lehrerzimmer und die Sanierung der Schülertoiletten soll nach Ansicht der CDU noch in den Sommerferien erfolgen, daher darf es keine Vertagung der Entscheidung geben. Wir wollen zügig gute Arbeitsbedingungen für die Lehrer schaffen, so Hilbers.

„Man kann bei langfristigen Bauüberlegungen die rückläufigen Schülerzahlen nicht ausklammern, das wäre ein unverantwortlicher Umgang mit Steuergeldern“, so Hilbers. Die Schülerzahlen sinken von 841 in diesem Jahr auf 630 im Jahr 2020. Dieser Rückgang um ein Viertel vollzieht sich schrittweise und führt dazu, dass am Ende 8 Klassenräume leer stehen.

Hinzu kommt, dass die großzügig konzipierte  Aula schon auf den Ganztagsschulbetrieb ausgerichtet ist. Beim Bau der 4, 1 Mio. Euro teureren Aula ist bereits auf die Ganztagsnutzung abgestellt worden, sonst wäre die Aula nicht so bemessen worden.  Damit ist klar, dass der Landkreis auch für den Ganztagsbereich zahle. Weiterhin ist es auch falsch, wenn behauptet wird, das Land bezahle den Ganztagsbetrieb nicht. Alle Ganztagsschulen in der Grafschaft verfügen über Lehrerstunden oder über ein Budget, um Personal beschäftigen zu können. Das soll die Opposition endlich einmal anerkennen.

Die Kreistagsmehrheit hat seit Jahren einen Schwerpunkt bei Bildung gesetzt. Auch in diesem Jahr werden über 45 % der Investitionen des Landkreises in den Bildungsbereich fließen, sagt Hilbers. Die Politik habe aber eine Gesamtabwägung vorzunehmen. In das Bentheimer Gymnasium sein in den letzten Jahren 11 Mio. Euro investiert worden:

–        Erweiterung der Unterrichtsräume 1, 8 Mio. Euro

–        An- und Umbau von 8 weiteren Unterrichtsräumen 1.9 Mio. Euro

–        Bau der Aula  4,1 Mio. Euro

–        Parkplatz und Außenanlagen 400.000 Euro

–        Sanierung der Fenster und der Fassade 2,7 Mio. Euro

–        Im kommenden Jahr soll eine Sporthalle für 2,5 bis 3 Mio. Euro entstehen

 

In keine Schule des Landkreises wurde in den letzten Jahren so viel investiert wie in das Gymnasium in Bad Bentheim.  Vor diesem Hintergrund und vor dem Hintergrund dass der Landkreis in diesem Jahr 8 Mio. Euro neue Schulden macht, ist es zumutbar für die Schule nicht die größte sondern die angemessenste Lösung zu wählen, so Hilbers.

Die Politik hat bei knappen Haushaltsmitteln eine Gesamtabwägung vorzunehmen. Wir sind nicht nur für das Gymnasium Bentheim sondern für weitere Schulen im Landkreis zuständig. In Nordhorn sollen noch Kunsträume und eine neue Sporthalle  geschaffen werden, in Neuenhaus sind zusätzliche Räume erforderlich und die Förderschulen in der Niedergrafschaft werden zusammengelegt.

Hilbers appelliert an alle Verantwortlichen, die finanziellen Möglichkeiten nicht aus dem Blick zu verlieren: Ohne solide Finanzen kann der Landkreis keine Perspektive für die Zukunft entwickeln. Daher müssen auch die Gelder im Bildungsbereich so effektiv wie möglich eingesetzt werden.