Digitaler Impf-Dialog zwischen Bürgern, Fachleuten und Politik

Am vergangen Donnertag hatte die Grafschafter CDU zum Impf-Dialog mit den Abgeordneten Albert Stegemann und Reinhold Hilbers, dem Leiter des Gesundheitsamtes Dr. Vogelsang und Landrat Uwe Fietzek eingeladen. Die Politiker und Fachleute der Kreisverwaltung — untern ihnen auch der Leiter des Impfzentrums Sascha Lehky – standen den zugeschalteten Bürgerinnen und Bürgern Antwort.

Reinhold Hilbers und Albert Stegemann (CDU) hoben hervor, dass es eine beachtliche Leistung ist, bereits ein Jahr nach Ausbrauch der Pandemie und dem Bekanntwerden des neuartigen Corona-Virus Impfstoffe zur Verfügung zu haben. Das ist nach Ansicht der Abgeordneten und der Fachleute der Kreisverwaltung eine enorme Leistung der Unternehmen und der Wissenschaft.

Hilbers: „Es ist ein Lichtblick, dass es Impfstoffe gibt, die Wirkung zeigen. Sie und nur sie sind derzeit geeignet, den Weg zurück zur Normalität zu ebnen. Aber bis alle geimpft werden können, müssen wir lernen mit dem Virus zu leben.“ Albert Stegemann stellte noch einmal die Eckpunkte der Einigung der Runde der Kanzlerin mit den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten vor. Er ist sich sicher: „Der Stufenplan ist ein Weg, wieder mehr Bereiche zu öffnen, ohne das Erreichte zu gefährden.“

Hilbers und Stegemann räumen ein, dass es immer noch zu wenig Impfstoff gibt. Die Produktion und Lieferungen werden aber kontinuierlich steigen. Die bestellten Mengen seien größer als sie für die deutsche Bevölkerung benötigt würden.

Bislang sind in der Grafschaft ca. 11.000 Impfungen vorgenommen worden. Alle Einrichtungen der stationären Altenpflege und die Krankenhäuser – soweit priorisiert – sind mit Erst- und Zeitimpfungen versorgt worden. Das Impfzentrum hat den gesamten Impfstoff eingesetzt. Es liegt kein Impfstoff auf Lager. Bis Ende März möchte das Land es erreicht haben, dass alle Menschen über 80 Jahre geimpft sind. Hilbers räumt ein, dass es bei der Terminvergabe und bei der Organisation das eine oder andere Problem gegeben habe. Doch die Probleme seien erkannt und würden gelöst.

Hilbers sieht ein Ziel darin, die Impfungen zu beschleunigen, indem die Hausärzte mit einbezogen werden. Die Hersteller der Impfstoffe haben mehr und kontinuierlicher Lieferungen zugesagt. Schon bald werden täglich 20.000 Impfdosen in Niederachsen zur Verfügung stehen. Auch sollte das Angebot der Wirtschaft, so auch das Angebot von Frau Lübbert vom Arbeitsmedizinischen Zentrum (AMZ) in der Grafschaft mit einzubeziehen. Hilbers versprach darüber mit der neuen Sozialministerin Daniela Berends zu sprechen.

Hilfreich für die Organisation sehen es Dr. Vogelsang und Herr Lehky am Impfzentrum ebenso an, dass die AstraZeneca jetzt auch für ältere Menschen zugelassen ist.
Wie Hilbers abschließend sagte, dränge die CDU und die Landesregierung darauf, zukünftig auch an den Wochenenden Impfungen vorzunehmen, wenn Impfstoff zur Verfügung steht. „Wir brauchen die Kraft aller Beteiligten“, sagt Reinhold Hilbers. „Wenn die Impfkampagne optimal laufen soll, müssen alle an einem Strang ziehen, Bund, Länder, die Kommunen und die niedergelassenen Ärzte. Das wird noch eine Kraftanstrengung, die sich aber lohnt.“, ist Hilbers sich sicher.