„Beweis für innovativen Mittelstand" – Finanzminister Möllring lobt unternehmerischen Mut der Semco-Glasgruppe

8. November 2007

Das im Rohbau fast fertige künftige Glaswerk der Firmengruppe Semco im Nordhorner GIP soll ab 2009 jährlich bis zu 300000 Quadratmeter Sicherheits- und Isolierglas fertigen. Dadurch entstehen 65 Arbeitsplätze. Niedersachsens Finanzminister Hartmut Möllring (CDU) zeigte sich bei einer Stippvisite beeindruckt von dem 15-Millionen-Projekt.

„Das ist eine beeindruckende Investition und eine beeindruckende halle, die Sie hier erstellen", staunte der Minister am Dienstagabend bei einer Baustellenbesichtigung. An der Euregiostraße erstellt die Semco-Glasgruppe seit einigen Monaten einen komplett neuen Produktionsstandort. Auf einem von der Stadt Nordhorn zur Verfügung gestellten Gewerbegrundstück steht bereits der Rohbau einer Produktionshalle, die 186 Meter lang, 72 Meter breit und fast neun Meter hoch ist. Schon im Februar 2008 soll hier die Produktion von Sicherheits- und Isoliergläsern für deutsche und ausländische Märkte anlaufen.
Minister Möllring, der in Begleitung zahlreicher Grafschafter CDU-Politiker zuvor den Semco-Glasbetrieb an der Enschedestraße besichtigt hatte, lobte den Mut des Unternehmens, in den Produktionsstandort Niedersachsen zu investieren. Die Semco-Glasgruppe habe sich zum Aufbau dieses neuen Werks entschlossen, so Semco-Gesellschafter Rolf Sawatzki, obwohl die finanziellen Rahmenbedingungen für Arbeitsplätze im Produktionsbereich in Deutschland immer schwieriger würden. Grund sei vor allem die Nähe zu den wichtigen Märkten im Ruhrgebiet und in den Niederlanden sowie die gute Betreuung durch die Wirtschaftsförderung der Stadt Nordhorn.
„Ich bin beeindruckt von Ihrem unternehmerischen Mut und wünsche Ihnen viel Erfolg", sagte Minister Möllring. Er erinnerte daran, dass Hannover diese Industrieansiedlung mit einem zehnprozentigen Förderzuschuss unterstützt. Möllring lobte den Bau des Semco-Glaswerks als Beweis für die Innovationskraft der mittelständischen Wirtschaft. Er sei „immer wieder erstaunt, was sich in unserer mittelständischen Wirtschaft so im Stillen alles tut". Die Leistungen von Unternehmen wie Semco würden in der –ffentlichkeit kaum wahrgenommen, weil sie ihre Produkte nicht an Endverbraucher verkaufen, sondern an den Groß- und Fachhandel.
Die Semco-Glasgruppe, entstanden im Jahre 1997 durch den Zusammenschluss der Glasbetriebe von Rolf Sawatzki und Hermann Schüller, betreibt heute 22 Niederlassungen im In- und Ausland. Mit insgesamt rund 1280 Beschäftigten erwirtschaftet die Unternehmensgruppe einen Jahresumsatz von etwa 180 Millionen Euro und hält damit einen Marktanteil von 10,6 Prozent. Der Nordhorner Betrieb, eine der Keimzellen der Semco-Holding, erwirtschaftet mit rund 90 Beschäftigten einen jahresumsatz von 14 Millionen Euro. Produziert werden Isolier- und Verbundgläser. Rund 60 Prozent der Nordhorner Produktion gehen in die Niederlande.
Nun entsteht wenige hundert Meter vom bestehenden Betrieb eine ganz neue Fertigungsstätte. Nach Angaben von Rolf Sawatzki wendet Semco für dieses neue Werk rund 15 Millionen Euro auf. Davon fließen etwa 5,3 Millionen Euro in den Bau der Hallen und Gebäude, knapp neun Millionen Euro werden in neue Produktionsmaschinen investiert. Das Werk soll Ende 2009 in der ersten Ausbaustufe fertig sein und dann seine volle Produktionskapazität erreichen. Anlaufen soll die Produktion aber bereits im Februar 2008. Das Werk, so Sawatzki, werde zur Abrundung der Produktpalette der Semco-Gruppe dringend gebraucht.
Im Hotel am Stadtring diskutierte Finanzminister Möllring anschließend mit CDU-Vertretern aktuelle wirtschafts- und finanzpolitische Themen. Dabei ging es unter anderem um die Ausbildungsplatzsituation und die die Wirtschaftsförderung in der Region sowie um das „Fördergefälle" zwischen alten und neuen Bundesländern. Weitere Themen waren der regionale der Arbeitsmarkt und die Zusammenarbeit im dem „Grafschafter Comeback". Artikel aus den grafschafter Nachrichten vom 08.11.2007

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