Alle Wege ausnutzen, um Eissporthalle zu retten

Foto: Landkreis Grafschaft Bentheim

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„Noch ist nichts entschieden“, leitet der Fraktionsvorsitzende Reinhold Hilbers ein, als er die Position der CDU-Kreistagsfraktion zur Zukunft der Eissporthalle erläutert.

„Uns liegt der Eissport am Herzen“, heißt es aus der Kreistagsfraktion. Die Eissporthalle als Alleinstellungsmerkmal in der Region vorschnell aufzugeben, komme daher nicht in Frage. Einen endgültigen Beschluss der CDU-Kreistagsfraktion werde man erst fassen, wenn alle Fakten auf dem Tisch liegen. Für vorschnelle Festlegungen sei die Zukunft des Eissports in der Grafschaft zu wichtig. Dabei müssten sich die erforderlichen Investitionen und zukünftigen Betriebskosten auf einem wirtschaftlich vertretbaren Fundament bewegen. Bei allen derzeit diskutierten Vorschlägen erklärt die Unionsfraktion: „Mit uns wird es keine Experimente auf Kosten der Sicherheit geben. Eine Fortführung des Betriebs mit der bestehenden Ammoniak-Kühlanlage ist wegen der damit verbundenen Gefährdung ausgeschlossen.“

Mit Interesse hat die CDU-Fraktion die Einlassung der SPD Nordhorn gelesen, nach deren Auffassung die Eissporthalle zu Nordhorn gehört. Es sei dann nur konsequent, wenn sich die Stadt dieser Aussage entsprechend engagieren würde. Wenn die Eissporthalle ein elementarer Bestandteil des Nordhorner Sportparks sei, so stehe einer kostenlosen Abgabe der Halle an die Stadt aus Sicht der CDU nichts im Wege. Nach dem unlängst verkündeten gut 10 Mio. Euro Plus in der Stadtkasse bestünden auch die finanziellen Freiräume sich zu engagieren.

„Wir können uns aber auch vorstellen, mit der Stadt eine gemeinsame Betreibergesellschaft zu gründen, um die Kosten für die nun anstehenden Investitionen und den Betrieb in Zukunft anteilig zu tragen“; schlägt Reinhold Hilbers vor. Das wäre dann eine echte Gemeinschaftsleistung zur Rettung der Eissporthalle. Alleine auf den Landkreis zu verweisen, reiche aber nicht aus.  Mit einem gemeinsamen Engagement könne zugleich auch eine bessere personelle und funktionale Anbindung der Halle an die Stadt und den Sportpark gewährleistet werden. Jedenfalls eigne sich das Thema nicht für kleinkarierte parteipolitische Scharmützel. „Es ist an der Zeit, dass alle Akteure an einem Strang ziehen, um die Zukunft der Eissporthalle zu sichern“, fordert der Christdemokrat Hilbers.

Die CDU werde jedenfalls keinen Weg unversucht lassen, die Eissporthalle am Leben zu halten " auch nicht den einer privaten Betreibergesellschaft, wie es die Nordhorner CDU zu Recht vorschlägt. Zu prüfen wäre auch, ob man die Halle in den Hostel- und Sportparkbetrieb integrieren kann. „Insgesamt müssen die Investitionen zu schultern sein  und auch das Defizit muss im angemessenen Verhältnis zu den Nutzungszahlen stehen.“, heißt es aus der Union abschließend.