Kethorn: Beratungsstelle gegen häusliche Gewalt wird in Nordhorn eingerichtet

2. Dezember 2001 |

Nordhorn. Vom 1. Januar an unterstützen und beraten in Niedersachsen sechs neue Beratungs- und Interventionsstellen – kurz BISS – Frauen, die Opfer häuslicher Gewalt geworden sind. Eine dieser sechs Beratungsstellen wird in Nordhorn in der Trägerschaft des Sozialdienstes katholischer Frauen eingerichtet. Dies teilte der Grafschafter CDU-Landtagsabgeordnete Friedrich Kethorn jetzt mit.
Auf die Ausschreibung des Niedersächsischen Ministeriums für Frauen, Arbeit und Soziales hatten sich landesweit 23 Projekt beworben. Kethorn zeigte sich erfreut, dass das vorgelegte Konzept der SKF für die Landkreise Grafschaft Bentheim und Emsland unter den 6 ausgewählten Projekten ist.
Der Sozialdienst katholischer Frauen Nordhorn hatte sich im Vorfeld mit der Bitte um Unterstützung an Kethorn gewandt. In einem Gespräch mit der zuständigen Ministerin hatte der Grafschafter Abgeordnete für den Nordhorner Antrag geworben.
Die Beratungsangebot umfasst eine psychosoziale und sozialrechtliche Beratung von Frauen, die von häuslicher Gewalt betroffen sind. Eine Kontaktaufnahme kann durch die betroffene Frau oder durch die Polizei erfolgen. Um eine optimale Versorgung der betroffenen Frauen zu erreichen, wird eine „Rund-um-die Uhr"-Erreichbarkeit angeboten werden.
Vor Ort soll die Zusammenarbeit mit der Polizei, der Staatsanwaltschaft und den Gerichten intensiviert werden. Das Aufgabenfeld der Koordinierungsarbeit umfasst auch die Organisation von Fachtagungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den vernetzten Institutionen.
Das Land Niedersachsen fördert die Einrichtung der sechs Beratungs- und Interventionsstellen BISS gegen häusliche Gewalt über drei Jahre mit jährlich rund 430.000 Euro.




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