Heimische Wirtschaft gezielt stärken
1. August 2006 |„Die Wirtschaft in der Grafschaft Bentheim hat Zukunft“, betont Reinhold Hilbers, CDU-Landtagsabgeordneter aus Wietmarschen-Lohne. Mit den Autobahnen 30 und 31 verfüge der Landkreis über zwei pulsierende Lebensadern: „In Gildehaus, Bad Bentheim, Schüttorf, Wietmarschen und Lohne wurden bereits zahlreiche neue Arbeitsplätze geschaffen.“ Auch andere, große Gewerbegebiete in Emlichheim, Nordhorn oder Neuenhaus profitierten von der guten, überregionalen Verkehrsanbindung, erklärt der 42-Jährige. „Wir sind ein starker Wirtschaftsstandort“, bekräftigt Hilbers. Gleichwohl könne man aber immer noch besser werden: „Wir müssen uns auf unsere Vorteile konzentrieren und mögliche Schwächen beseitigen.“ So sei beispielsweise beim Standortmarketing noch mehr Gas gegeben werden. "Die Grafschaft ist mit ihrer Wirtschaftsförderung für zahlreiche Unternehmen ein gefragter Partner", berichtet Hilbers. Der Landkreis gelte, gemeinsam mit anderen Landkreisen in Weser-Ems, als eine der wichtigen Wachstumsregionen in Deutschland. "Wir müssen aber auch offen sein für neue Formen der Wirtschaftsförderung", fordert Hilbers. Um den "Innovationsraum Grafschaft Bentheim 2020″ gezielt stärken zu können, greife die Grafschafter CDU einen Vorschlag der Industrie- und Handelskammer (IHK) vom Jahresanfang auf. Der Hauptgeschäftsführer Herr Hubert Dinger hat dazu im Kreisausschuss vorgetragen und diesen Vorschlag einer nach seinen Worten „Externen Moderation“ wiederholt. Für Wirtschaftsfelder, in denen offensichtlich noch Verbesserungsbedarf besteht, wollen die Christdemokraten Foren einrichten. Hier sollen alle betroffenen Akteure aus der Grafschafter Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik ihre Ideen und Vorschläge präsentieren und auf den Prüfstand stellen können, erläutert Hilbers: „Dieser Gedankenaustausch erfordert allerdings eine gewisse Struktur und Verlässlichkeit. Er soll mehr sein, als nur ein lockeres Brainstorming.“ Dies gelinge am besten mit einem externen Moderator. Die Gründung dieser Wirtschaftsforen verfolge ein ebenso einfaches, wie effektives Ziel, meint der CDU-Landtagsabgeordnete: „Wir wollen die Leute an einen Tisch bringen. Nicht nur, um miteinander zu reden – sondern vor allem, um gemeinsam zu handeln. Wir kennen bereits viele gute Gründe, warum die Grafschaft der richtige Platz für neue Unternehmen ist. Jetzt geht es darum, diese Gründe in andere Köpfe zu bringen.“ Dies gelinge aber nur, wenn Wirtschaftsförderung, IHK und Politik eng zusammenarbeiteten.
Themen dieser Meldung: Bad Bentheim, Emlichheim, Arbeitsplätze, Landtag, Neuenhaus