FRIEDRICH KETHORN "…bewerbe mich für neue Aufgaben…"
13. Mai 2004 |Bewerbung um das Amt des Landrates (GN vom 13.05.2004):
"Die Grafschafter CDU hat mich für die Wahl des hauptamtlichen Landrats am 13. Juni nominiert. Um diese neu geschaffene verantwortungsvolle Position mit neuen Aufgaben bewerbe ich mich. Für die Bewältigung der neuen Herausforderungen kann ich meine Erfahrungen aus meiner bisherigen Tätigkeit einbringen. Seit 15 Jahren engagiere ich mich in der Kreis- und Landespolitik: Seit 1990 als Landtagsabgeordneter und seit 1991 als Mitglied des Kreistages. Vorsitzender der CDU-Mehrheitsfraktion bin ich seit 1996. In dieser Zeit habe ich gemeinsam mit meinen politischen Freunden in den Städten und Gemeinden, im Kreistag und darüber hinaus die Politik in und für die Grafschaft maßgeblich mitgestaltet. Insbesondere die persönlichen Kontakte und Verbindungen sind für einen zukünftigen Landrat unerlässlich und von großer Bedeutung. Als Abgeordneter des Landtages konnte ich viele Ansprechpartner in allen Fraktionen, in den Ministerien und in der Landesregierung kennenlernen. Auf Grund meiner Ausbildung und beruflichen Tätigkeit in der Landwirtschaft kann ich betriebswirtschaftliches und praktisches Denken in eine Verwaltung einbringen, die mit vielen Verwaltungsfachleuten sehr qualifiziert besetzt ist.
Die Aufgaben für unsere Grafschaft sind vielfältig. Von zentraler Bedeutung ist für mich die Schaffung von wettbewerbsfähigen Arbeitsplätzen. Dafür sind nach Fertigstellung der A 31 Rahmenbedingungen zu schaffen, die Anreize für Investitionen geben. Bewährte Förderprogramme sind bedarfsgerecht auszubauen, um den Bestand an klein- und mittelständischen Unternehmen zu stärken und auszuweiten. Denn in diesen Unternehmen entstehen Arbeits- und Ausbildungsplätze. Ziel und Anspruch ist es für mich, dass jeder Mensch, der hier in der Grafschaft leben und arbeiten möchte, einen Arbeitsplatz findet. Eine der wichtigsten Voraussetzungen dafür ist die Bildung und Ausbildung unserer jungen Menschen. Ich habe mich trotz der notwendigen finanziellen Konsolidierung immer dafür eingesetzt, dass der Landkreis im Rahmen seiner Zuständigkeit die Schulen gut ausstattet, die räumlichen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung schafft und nicht auf Kosten der Bildung spart.
Der bundes- und europaweite Wettbewerb der Regionen wird zunehmen. Entscheidend in diesem Wettbewerb ist die Wahrnehmung – doch die Grafschaft wird auf Grund ihrer Größe nicht im wünschenswerten Maße wahrgenommen. Daher müssen wir uns gemeinsam mit anderen präsentieren. Mit unseren Nachbarn im Emsland ist ein abgestimmtes Standortmarketing zu erarbeiten. Die enge Zusammenarbeit fördert nicht nur die wirtschaftliche Entwicklung der Grafschaft, sondern festigt auch die Eigenständigkeit.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt für mich in der Beseitigung unnötiger Bürokratie mit dem Ziel, die Verwaltung von Aufgaben zu entlasten und für die Menschen behördliche Verfahren und Anträge jeglicher Art zu vereinfachen. Als jemand, der von außen in die Verwaltung kommt, traue ich mir diese Aufgabe mit Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger zu. Daneben möchte ich beim Landkreis eine Beschwerdestelle einrichten. Sie soll als Anlaufpunkt für alle dienen, die mit Entscheidungen oder auch Vorgaben der Verwaltung nicht einverstanden sind oder sich missverstanden fühlen. Darüber hinaus möchte ich die Kreisverwaltung mit Unterstützung der Bediensteten zu einem Dienstleistungszentrum entwickeln, in dem sich der Bürger als Kunde fühlt.
Mir war und ist es immer ein besonderes Anliegen, das Gespräch mit den Menschen auf allen Ebenen zu führen und mich um ihre Anliegen zu kümmern. Nur so erfährt man die großen und kleinen Probleme und hat die Chance, sie zu lösen oder Lösungswege aufzuzeigen. Auch als Landrat wird mir dieser Kontakt sehr wichtig sein. Ich werde auch als Landrat für Sie da sein. Mein Ziel ist es, gemeinsam mit Ihnen unsere schöne Grafschaft weiter positiv zu entwickeln und sie noch liebens- und lebenswerter zu gestalten."
Friedrich Kethorn
Themen dieser Meldung: Arbeitsplätze, Wirtschaft, Schule, Bildung, Landtag