CDU Spitze informierte sich bei der Berufsakademie Melle
24. Januar 2007 |Grafschafter CDU-Politiker besuchten die Berufsakademie (BA) Holz in Melle, um sich vor Ort über die Ausbildungsmöglichkeiten in einem dualen Studium zu informieren. Die Studenten absolvieren hier den theoretischen Teil ihrer Ausbildung, während sie in der verbleibenden Zeit in der jeweiligen Firma ihre praktischen Kenntnisse erwerben. CDU-Kreistagsfraktionsvorsitzender Reinhold Hilbers: „Melle ist ein Modell für uns in der Grafschaft. Hier wurde mit überschaubarem Aufwand zusammen mit der Wirtschaft eine Ingenieurausbildung aufgebaut, die sich sehen lassen kann. Wir könnten so etwas für den Kunststoff- oder Metallbereich in der Grafschaft schaffen. Daher haben wir das Thema für die nächste Kreisausschusssitzung beantragt." Die Nähe zu den berufsbildenden Schulen ist in Melle ein Novum das zur guten Auslastung der Unterrichtsräume beiträgt und gleichzeitig deren Ausstattung optimiert. Die im Umkreis von 60 Kilometern Entfernung ansässigen holzverarbeitenden Firmen beteiligen sich maßgeblich als Sponsoren für eine innovative Maschinenausstattung und bieten somit ihren Studenten eine Alternative zur Universitäts- oder zur Hochschulausbildung. Die Berufsakademie in Melle ist in freier Trägerschaft. Ihnen gehören ein Förderverein, dem über 70 Wirtschaftsunternehmen angeschlossen sind, die Stadt Melle und der Landkreis an. Voraussetzung für den Studiengang ist die Fachhochschulreife oder das Abitur. Der Abschluss der Ausbildung ist der Ingenieur BA.
Die Unternehmen vermitteln den Studierenden die notwendigen Kenntnisse und Fertigkeiten der Praxis, die Akademie ermöglicht die wissenschaftliche Analyse und Bewertung der betrieblichen Abläufe. Die langen Praxisphasen während der Ausbildung ermöglichen dem Unternehmen eine realistische Einschätzung des Potentials der Studierenden und helfen damit, hohe Personalwerbungskosten und Fehlbesetzungen zu vermeiden. Die enge Verzahnung von Theorie und Praxis erlaubt es den Studierenden, in nur drei Jahren die für ihre berufliche Tätigkeit notwendigen theoretischen Kenntnisse sowie fundierte berufspraktische Erfahrungen zu erlangen. Der Unterricht wird von Dozenten aus der freien Wirtschaft, aus Hochschulen, verschiedenen Berufsakademien und von Lehrern der berufsbildenden Schulen gehalten. Aufgrund der zielgerechteten Ausbildung durch den Betrieb und der umfassenden Kenntnisse der betrieblichen Abläufe geht das Ausbildungsverhältnis meist nahtlos in eine interessante berufliche Tätigkeit über.
„Unsere Wirtschaft braucht qualifizierte und praxisgerecht ausgebildete Führungskräfte," sagte CDU-Fraktionsvorsitzender Reinhold Hilbers nach dem Besuch. Den Unternehmen in der Grafschaft – möglicherweise der in dieser Region stark vertretenen kunststoffverarbeitenden Industrie und der Metallsektor- biete die Zusammenarbeit mit einer Berufsakademie hervorragende Chancen, den eigenen Führungsnachwuchs sachgemäß und zeitgerecht auszubilden. Die Politik sei gefordert, gute Bedingungen dafür bereit zu stellen.
Themen dieser Meldung: Bildung, Wirtschaft, Schule