CDU-Kreistagsfraktion für Vertragsnaturschutz

28. Februar 2005 |

Nordhorn. Die CDU-Fraktion im Grafschafter Kreistag setzt weiterhin auf den Vertragsnatur-schutz. Das sagte ihr Vorsitzender, der Landtagsabgeordnete Reinhold Hilbers (Wietmarschen-Lohne), nach einer Besprechung mit Vertretern christdemokratischer Ortsverbände in Nordhorn. Es sei nützlicher, den Naturschutz durch freiwillige Vereinbarungen mit Landwirten zu regeln als durch „Verordnungen von oben“, erklärte Hilbers.

Anlass für die Äußerungen des Abgeordneten war die Mitteilung, dass das Syen-Venn zwischen den Städten Nordhorn und Bad Bentheim und der Samtgemeinde Schüttorf vom Land Niedersachsen nicht als Gebiet nach der „Flora-, Fauna-, Habitat-Richtlinie“ (FFH) eingestuft wird. Ursprünglich gehörte das Areal zu einer vom Niedersächsischen Umweltministerium vorgelegten Liste mit nach-zumeldenden FFH-Gebieten. Außer dem Syen-Venn waren darauf die Fläche „Tillenberge“, das in seinen Abgrenzungen mit dem Naturschutzgebiet „Brandlechter Vechtetal und Tillenberge“ über-einstimmt, sowie das „Kleingewässer Achterberg“ vorgeschlagen worden.

Der Kreisausschuss des Grafschafter Kreistages hatte die Verwaltung beauftragt, sich im Kontakt mit dem Niedersächsischen Umweltministerium gegen die Aufnahme des Syen-Venns in die Nach-meldeliste der FFH-Gebiete auszusprechen. Das Ministerium folgte dieser Bitte. Darum wurden für die Grafschaft Bentheim nur noch die Flächen „Tillenberge“ und „Kleingewässer Achterberg“ unter Schutz gestellt und als Nachmeldevorschläge dem Bundesministerium für Umwelt, Natur-schutz und Reaktorsicherheit zugeleitet.

Reinhold Hilbers: „Wir freuen uns, dass es in den Verhandlungen gelungen ist, dieses Ergebnis zu erzielen. Wenn das Syen-Venn unter Schutz gestellt worden wäre, hätte das viel Vertrauen der Landwirtschaft in den Vertragsnaturschutz zerstört.“




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